Wotzdorf

...im bayrischen Wald!

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Wotzdorf - im bayerischem Wald

Vereinsausflug Feuerwehr 2012

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Der diesjährige 2-tägige Ausflug der Feuerwehr Wotzdorf nach Fieberbrunn findet am 7./8. Juli 2012 statt. Nähere Infos in Kürze.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Mai 2012 um 06:36 Uhr
 

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Neue Termine vom Trachtenverein Immergrün Wotzdorf inkl. Kindertanzgruppe online!

 

Graphitwanderung

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Heimatkundliche Wanderung der Trachtler

Jugendleiter erleben Geologie und Heimatkunde in Kropfmühl.

Wie jedes Jahr treffen sich die Jugendleiter der Trachten- und Heimatvereine aus dem Bezirk

4 zum Wandern in der engeren Heimat. Für dieses Jahr wurde das Graphitbergwerk in

Kropfmühl gewählt. Als einziges Bergwerk in Deutschland in dem Graphit gefördert wird,

ist das Besucherbergwerk allemal eine Besichtigung wert. Graphit aus Kropfmühl, aus der

Kohlenstoffaufnahme von Grün- und Blaualgen vor rund 600 Millionen Jahren entstanden,

wurde bereits in der Keltenzeit verwendet. Ein kleiner Vergleich - die Alpen wurden erst vor

65 Millionen Jahren aufgefaltet. Keramikscherben aus der Keltenzeit mit Graphitanteilen aus

Kropfmühl werden in ganz Süddeutschland gefunden. Heute ist dieses Mineral hochmodern

beim Einsatz als Dämmstoff, in Elektromotoren, bei der Entwicklung von Speichermodulen

für Strom, sogar Diamanten werden aus Graphit hergestellt. Aber auch die Bleistiftmine wird

weiterhin aus Graphit sein.

In einem kurzen Film erzählen erfahrene Bergleute aus Ihrem Leben im Berg. Historische

Fotos und Filme zeigen den Abbau durch Bohren und Sprengen, das aufnehmen und

Transportieren mit druckluftbetriebenen Ladegeräten. Man erfährt vom Trennen von taubem

Gestein und dem Flocken und erhitzen des Graphits bis zu einer Reinheit von 99,9 %.

Nach der filmischen Darstellung geht´s zur Umkleide. Die Besucher werden mit Schutzhelm

und Umhang ausgestattet. In den Berg „einfahren“ heißt jetzt, die Grube zu Fuß zu

durchwandern. Mit dem erfahrenen Bergmann geht´s bis zur 4. Sohle in eine „Teufe“ von

rund 45 Meter. Im „Hangenden“ sieht man hauptsächlich Gneis, aber auch Granit und sogar

Marmor ist zu sehen. Wir erfahren das hier die Bergleute, die Steiger, Hauer und Schlepper

rund 100 Kilometer Stollen in den Berg getrieben haben. Wir erfahren vom Verbau mit

taubem Gestein, von der Grubensicherung mit „Stempel“ aus Holz. Holzstempel sind dem

Bergmann lieber- Holz spricht, wenn sich der Berg bewegt. Die Belüftung (Bewetterung)

der Grube erfolgt über zwei Schächte, die wie Kamine funktionieren. Während im Moment

Rohstoffe aus firmeneigenen Gruben in China, Simbabwe, Sri Lanka und jetzt auch aus

Namibia in Kropfmühl veredelt werden, geht man wieder über, Graphit aus der Kropfmühler

Mine zu fördern. Die Lagerstättenerkundung hat ergeben, dass noch Jahrzehnte Graphit

abgebaut werden kann. Wieder an der Erdoberfläche wurde auch noch der Graphitlehrpfad

im Aubachtal erwandert. Schautafeln zeigen die Falten und Verwerfungen der Gesteine und

die Kohlenstoffeinlagerung bis zum Donauabbruch. Bis zur Wastlmühle auf Hauzenberg

Stadtgebiet, eine kurze Strecke auf der ehemaligen Distrikitstraße von Untergriesbach

nach Waldkirchen. Waldkirchen ist übrigens nach diesem Straßenverlauf angeordnet. Auf

Untergriesbacher Gemeindegebiet geht’s zurück nach Kropfmühl und dann zum Furthweiher

zur verdienten Einkehr.

 

 

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